Vogel des Jahres 2016


Stieglitz (Distelfink)
Wikipedia.org / Andreas Trepte

Der farbenfrohe Stieglitz gehört zu den beliebtesten Singvögeln in Europa. Doch die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft sowie die Bebauung von Brachflächen nehmen dem Stieglitz zunehmend die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Mit der Wahl des Stieglitz zum Vogel des Jahres 2016 soll auf diesen Missstand aufmerksam gemacht werden.

Steckbrief

Lateinischer Name: Carduelis carduelis
Klasse: Vögel
Ordnung: Sperlingsvogel
Familie: Finken
Gattung: Zeisige
Art: Stieglitz
Größe: 12 bbis 13,5 cm
Flügelspannbreite: 21 bis 25 cm
Gewicht: 15 bis 19,5 g
Merkmale: Der Kopf des erwachsenen Stieglitzes ist rot-schwarz-weiß-gefärbt, der Rücken gelb-braun und auf dem schwarzen Flügel befindet sich ein breiter leuchtendgelber Streifen. Die Bauchseite ist an der Brust und den Flanken gelb-braun, die restliche Unterseite und der Bürzel sind weiß. Der Schwanz des Stieglitzes ist schwarz und tief gegabelt. An den Spitzen der Flügel- und Schwanzfedern befinden sich weiße Flecken. Das Stieglitzweibchen ist von den Farben her etwas unscheinbarer als das Männchen. Beim jungen Stieglitz fehlen auf dem Kopf die kräftigen Farben. Sein Kopf ist gelb-braun und der Körper getüpfelt. Die Läufe des Stieglitzes sind braun, der Schnabel rötlichgrau mit dunkler Spitze und die Regenbogenhaut des Auges ist dunkelbraun.
Verbreitung: Europa, Nordafrika, West- und Zentralasien
Lebensraum: Stieglitze leben in Wäldern, Obstgärten und Parklandschaften, gern auch in der Nähe von Unkrautfluren
Nahrung: Die Nahrung des Stieglitz besteht aus verschiedenen Sämereien von Gräsern, Kräutern, Bäumen und aus verschiedenen Distelarten. Während der Brutzeit frisst er kleine Insekten, insbesondere Blattläuse.
Fortpflanzung: Das Nest wird einige Meter über dem Boden in den Zweigen eines Baumes angelegt. Das Weibchen legt meistens 5 Eier. Das brütende Weibchen wird vom Männchen gefüttert. Nach einer Brutzeit von 12 bis 13 Tagen schlüpfen die Jungen, die nach weiteren 2 Wochen das Nest verlassen. Die Jungen werden zunächst vorwiegend mit Insekten gefüttert, danach aber an halbreife Samen gewöhnt.

Bildergallerie

Tonaufnahme

© Dawid Jablonski / Xeno-canto

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